1. Was ist ein offener Anfang?

Die Schüler/innen haben morgens ab 7.45 Uhr die Möglichkeit, in ihre Klasse zu gehen. Dadurch wird der morgendliche Trubel entzerrt, wenn alle Kinder gleichzeitig aus einer Klasse/einer Schule in die Klassenräume stürmen. In der Zeit des „offenen Anfangs“ begeben sich die Kinder leise in ihre Klassen, sobald sie auf dem Schulhof sind. Im Klassenraum ist eine Lehrerin (in der Regel der/die Klassenlehrer/in) anwesend.

Die Kinder können dann in Ruhe ihre Materialien für den Tag bereit legen, angefangene Arbeite zu Ende bringen, sich mit bestimmten Aufgaben alleine oder in einer Gruppe auseinandersetzen usw..

Welche pädagogischen Gründe gibt es?

  • Spannungsmomente entzerren sich ebenso wie der Trubel beim Hereinkommen in die Klasse
  • Eigentätigkeit der Schüler/innen wird gefördert
  • Zeit, um individuelle Lernstände der Kinder zu ermitteln
  • Zeit und Ruhe, um mit einzelnen Kindern zu reden
  • Kinder beginnen Unterricht gelassener
  • Freiräume für Kinder werden geschaffen

Was machen die Lehrer/innen?

  • Kinder gezielt beobachten
  • auf einzelne Schüler/innen gezielt zugehen
  • Ansprechpartner, Lern- und Spielpartner für die Kinder sein
  • mit Schüler/innen gemeinsam die Schwerpunkte für den Unterricht erarbeiten
  • den Kindern bei der Erledigung ihrer Arbeiten individuelle Hilfen geben
  • Hausaufgaben mit Kindern gezielt besprechen
  • Lernschwierigkeiten von Kindern aufgreifen und gezielt fördern

Was machen die Schüler/innen?

  • spielen (alleine oder in der Gruppe)
  • der Lehrerin/ anderen Kindern etwas erzählen
  • vergessene Hausaufgaben nachholen
  • ihren Platz in aller Ruhe für den restlichen Schulmorgen einrichten
  • Computer für verschiedene Übungsformen nutzen
  • begonnene Arbeiten weiter/ zu Ende führen
  • lesen, schreiben, rechnen, malen