Die Patroklischule ist seit den achtziger Jahren Stützpunktschule für die Kinder beruflich Reisender (Schausteller, Zirkus, Scherenschleifer etc.).

In enger Zusammenarbeit mit dem damaligen Schulrat Gerhard Schulz zur Wiesch wurde das noch heute praktizierte Konzept für reisende Kinder entwickelt und an der Patroklischule erstmals verwirklicht und erprobt.

Unterstützt wird das Kollegium von Herrn Degener, dem Bereichsleiter für reisende Kinder im Regierungsbezirk Arnsberg. Er koordiniert und kontrolliert die Schulbesuche der Kinder, verfolgt ihre Reisewege und Lernfortschritte.

Alle Kinder haben eine Stammschule, an der ihre Daten geführt werden und ein persönlicher Lernplan erstellt wird. Dieser wird in ein Reise-Schultagebuch eingetragen, das die Kinder den entsprechenden Stützpunktschulen vorlegen. So soll gewährleistet werden, dass diese Kinder kontinuierlich gefördert werden und entsprechende Abschlüsse erreichen können. Dieses „Soester“ Konzept wurde mittlerweile bundesweit übernommen.

Die reisenden Kinder werden herzlich aufgenommen und altersentsprechend den Klassen der Patroklischule zugeordnet. Unter Anleitung und mit Hilfe der jeweiligen Klassenlehrer bearbeiten sie ihre Lernprogramme.

Parallel dazu unterrichtet Herr Degener diese Kinder in Kleingruppen oder wenn nötig im Einzelunterricht. Alle erreichten Lernfortschritte und behandelten Unterrichtsinhalte werden im Lerntagebuch für die nächstfolgende Stützpunktschule dokumentiert. Auch Förderempfehlungen sind hierin enthalten. Der Stammschule geht jeweils eine Kopie dieser Aufzeichnungen zu, damit sich die Kollegen dort ein Bild von der gesamten Lernentwicklung der reisenden Kinder machen können.

Das Kollegium der Patroklischule seinerseits ist stets bemüht, die reisenden Kinder, wenn auch nur für kurze Zeit, in den Schulalltag zu integrieren und individuell zu fördern. Ihnen die jeweiligen Umstellungen zu erleichtern ist hierbei pädagogisches Ziel.